Welche Muster nehmen wir fürs Brettchenweben? – What patterns do we take for board weaving?

Gerade als Anfänger ist es beim Brettchenweben nicht einfach, Muster zu finden, die passen und die leicht genug sind um damit etwas Schönes zu erschaffen.

Was du oben siehst, sind die Webbriefchen und daneben das fertige Band. Ein Webbriefchen zeigt dir, wie viele Brettchen du brauchst (bei diesen Mustern sind es jeweils 16) und wie du die Farben anordnen kannst. Für jedes Brettchen brauchst du vier Fäden und das Webbriefchen zeigt dir an, wie du sie legen solltest, damit du ein entsprechendes Ergebnis bekommst.

Die S und Z unter den Bildern ist die Schärung. S Schärung bedeutet, du verwendest die Brettchen so, wie du sie einspannst, Z Schärung bedeutet, du drehst das Brettchen um.

Kleiner Tipp:
Es gibt sehr viele, verschiedene Muster, die du nutzen kannst, und überlege dir, wozu die Bänder nutzen möchtest. Sollen sie Kleidung oder Accessoires schmücken, dann achte darauf, dass die Farben des Bändchens damit harmonieren.

Frage an dich:
Würdest du dich näher damit auseinandersetzen wollen? Der Anfang ist nämlich immer das Schwerste 😉

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Especially as a beginner in board weaving, it’s not easy to find patterns that fit and are easy enough to create something beautiful with.

What you see above are the weaving letters and next to them the finished band. A weaving letter tells you how many boards you need (there are 16 in each of these patterns) and how to arrange the colors. For each board, you need four threads and the weaving booklet shows you how to lay them to get the right result.

The S and Z under the pictures are the sashings. S warping means you use the board as you clamp it, Z warping means you turn the board over.

Quick Tip:
There are many different patterns you can use, and think about what you want to use the ribbons for. If you want them to decorate clothes or accessories, make sure that the ribbon colors harmonize with them.

Question for you:
Would you want to take a closer look at it? The beginning is always the hardest 😉

Buch – Book: Kleidung des Mittelalters selbst anfertigen – Gewandungen der Wikinger

Autor: Carola Adler
Taschenbuch: 76 Seiten
ISBN-10 : 3938922443
ISBN-13 : 978-3938922446
Herausgeber : Zauberfeder Verlag
Sprache: Deutsch

Inhalt:

Als Bandbreite für den Einstieg in das Thema Wikingerkleidung zeigt das Buch Kleidung für Männer, Frauen und Kinder. Von Kopfbedeckung bis hin zu Accessoires ist die Grundausstattung für den „modernen Wikinger“ daraus durchaus bestreitbar. Ein kleines Nählexikon und Begriffserklärungen finden sich darin ebenso wie Tipps und Tricks zum Einstieg in die Näherei sowie eine Maßtabelle zu jedem Outfit.

Für absolute Anfänger ist es aber nur bedingt brauchbar. Die Hose für meinen Mann nähte ich nach der Anleitung auf dem zweiten Foto. Ein wenig mehr Anleitung wäre schon wünschenswert, ABER als Ergänzung zu den anderen Kostümbüchern ist es eine sehr gute Investition.

Thema Schildmaid:

Da eine Schildmaid sowohl Frauen- wie auch Männerkleidung tragen kann, ist es durchaus ein brauchbarer Band. Ich empfehle allerdings weitere Bücher zum Thema um eine entsprechende Bandbreite zu erhalten oder bereits entsprechende Näherfahrung zu besitzen, um das Buch wirklich nutzen zu können.

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Author: Carola Adler
Paperback: 76 pages
ISBN-10: 3938922443
ISBN-13: 978-3938922446
Publisher : Zauberfeder Verlag
Language: German

Content:

As a range for getting started with Viking clothing, this book shows clothing for men, women, and children. From headgear to accessories, the necessary equipment for the „modern Viking“ is entirely deniable from it. A small sewing lexicon and explanations of terms can be found in it and tips and tricks for getting started in sewing, and a table of measurements for each outfit.

For absolute beginners, however, it is only conditionally useful. I sewed the pants for my husband according to the instructions in the second photo. A little more education would be desirable, BUT as a supplement to the other costume books, it is an excellent investment.

Topic Schildmaid:

Since a shieldmaiden can wear both women’s and men’s clothing, it is a usable volume. However, I recommend other books on the subject to get the appropriate range or already have relevant sewing experience to use the book.

Wie sieht ein Wikingeroutfit wirklich aus? – What does a Viking outfit really look like?

Der „modische“ Wikinger von einst trug bunte Farben – je kräftiger umso teurer. Per Zufall kam mein Mann vor einiger Zeit drauf, dass das rote Kleid, das ich für meine Mutter genäht hatte, eigentlich für damalige Verhältnisse sehr teuer gewesen wäre. Das klassischere Rot damals, für die meisten eher erschwinglich, wäre ziegelrot gewesen 😉

Was du auf dem Foto siehst, ist eine bequeme Hose nach sehr einfachem Schnitt aus braunem Wolltuch, eine hellgrüne Untertunika mit einem Schließmodus mit Knopf und eine dunkelgrüne Obertunika mit Zierborten vom Brettchenweben. Beide Tuniken sind aus Leinen und nach originalem Schnitt von anno dazumal genäht.

Den Gürtel hat mein Mann selbst gemacht, nur die Tasche ist käuflich erworben 🙂

Genäht hab ich alles per Hand – eine schöne Abwechslung nebenbei, wenn der Fernseher läuft. Die Hose hat am Bund sowie am Knöchel Bänder zum Zuziehen. Wer sich mehr dem Rus-Stil annähern möchte, für den reicht es, den Schnitt der Hose mehr in Richtung Pluderhose zu erweitern.

Meine Garnitur wird voraussichtlich blau und mit brauner Hose – wobei mir der Wollstoff doch etwas zu warm ist und meine Hose einfach in Leinen genäht wird, aber das steht einem ja glücklicherweise frei. 😉

Kleiner Tipp:
Wähle Stoffe und Farben nach deinen persönlichen Vorlieben, die Brettchenwebereien und gegebenenfalls Stickereien passe farblich harmonisch an.

Frage an dich:
Welche Farbenkombination würdest du für dich vorziehen?

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The „fashionable“ Viking of yesteryear wore bright colors – the more robust, the more expensive. By chance, my husband found out that the red dress I had sewn for my mother would have been costly by the time’s standards. The more classic red back then, more affordable for most, would have been brick red 😉

What you see in the photo is a comfortable trousers of very simple cut from brown woolen cloth, a light green lower tunic with a closing mode with button and a dark green upper tunic with decorative borders from board weaving. Both tunics are made of linen and sewn according to the original cut from those times.

My husband made the belt. Only the bag is purchased 🙂

I sewed everything by hand – a nice change when the TV is on. The pants have bands at the waistband and the ankle. If you want to get closer to the Rus style, it is enough to extend the pants‘ cut more in the direction of harem pants.

My set will probably be blue and with brown pants – although the wool fabric is a bit too warm for me, and my pants will be sewn in linen, but fortunately, that is up to you 😉

Small tip:
Choose fabrics and colors according to your personal preferences, the board weaving, and embroidery, if necessary, match color harmoniously.

Question for you:
Which color combination would you prefer for you?

Das Schicksal hat Humor. – Destiny has humor.

Manchmal ist das Schicksal wahrlich mit Humor gesegnet. In meiner neuen Heimatstadt, einem kleinen Städtchen, fand sich doch tatsächlich ein kurzer Weg – „Wikingerweg“ genannt.

Wie findest du das? 🙂

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Sometimes fate is genuinely blessed with humor. In my new hometown, a small town, I found a short trail – called the „Viking Trail“.

What do you think? 🙂

Gibt es einfache Muster zum Weben? – Are there simple patterns to weave?

Wenn du noch keine Erfahrung mit Brettchenweben hast, dann wirst du hier immer wieder Beiträge dazu finden.
Hier ist eines meiner Lieblingsmuster, einmal in blau/grau und einmal in rot/grün gehalten. Es sieht nicht nur gut aus, sondern ist auch einfach zu machen.

Falls du mit Brettchenweben noch keine Erfahrung hast, so gibt es hier ein paar Kleinigkeiten zu beachten:

Beim Weben geht es immer 4 mal vorwärts und dann 4 mal rückwärts und wieder von vorne. Damit verheddern sich die Fäden nicht und du sparst dir viel Mühe, weil das Ausdrehen wegfällt.

Wenn du mit Schärung keine Erfahrung hast, reicht eines zu wissen:
S-Schärung bedeutet, du verwendest die Brettchen so, wie du sie einspannst. Bei der Z-Schärung drehst du sie um.

Wenn du einfach mal austesten willst, so kann ich dir dieses Muster empfehlen, es ist für einen Anfänger ein gutes Modell, weil es nicht überkompliziert ist und noch dazu ein schönes Ergebnis mit sich bringt.

Kleiner Tipp:
Fang beim Brettchenweben mit einfachen Mustern an. Du kannst später immer noch historisch korrekte nutzen, sobald du die Basis kannst.

Frage an dich:
Welche Farben würdest du kombinieren?

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If you don’t have any board weaving experience, you’ll always find posts about it here.
Here is one of my favorite patterns: blue/grey and red/green. Not only does it look good, but it’s easy to make.

If you’re not experienced with board weaving, here are a few little things to keep in mind:

When weaving, always go forward 4 times and then backward 4 times and start over. This way, the threads don’t get tangled, and you save a lot of effort because there is no need to untwist.

If you have no experience with skiving, one thing is enough to know:
S-sharpening means you use the boards as you clamp them. With Z-sharpening, you turn them over.

If you want to try it out, I can recommend this pattern. It’s a good one for a beginner because it’s not overcomplicated, and it brings a superior result to boot.

Little Tip:
When board weaving, start with simple patterns. You can always use historically correct ones later, once you know the basics.

Question for you:
What colors would you combine?

Wollen wir ein Kettenhemd dazu? – Do we want chainmail to go with it?

Kämpfende Persönlichkeiten trugen nicht nur Waffen, sondern auch Schutzmaterialien wie Schilde oder Kettenhemden. Was sie trugen, war häufig an ihre finanziellen Mittel gebunden, doch nach historischen Aspekten waren Kettenhemden durchaus üblich.

Mein Mann auf dem Foto trägt unseren neuesten Erwerb – ein Kettenhemd. Es hat ca. 20 kg und ist vernietet, der Briefträger hat mir bei dem Gewicht echt leidgetan es zu uns zu bringen.
Ich selber habe inzwischen das gleiche Modell, allerdings an den Armen und bis zu den Knien gekürzt, was eine Gewichtserleichterung von ca. 4 kg ergibt.

Der ganze Spaß besagte mir gestern, um es halbwegs gut tragen zu können, braucht es Muskelaufbautraining, besonders im Kreuz und auf die Schultern bezogen. Aber bis zum Sommer ist ja noch etwas Zeit 🙂

Ich baue vieles gern selber, um historisch korrekt zu agieren (Materialien, Arbeitsweise, …) ABER ich habe keine Schmiede und ein Kettenhemd zu stricken, dazu braucht es viel mehr, als ich tun kann. Manchmal ist es sinnvoll, etwas Geld zu investieren, was wir hier taten.

Kleiner Tipp:
Wenn du ein gutes Kettenhemd haben willst, das sich nicht binnen kurzer Zeit auflöst, dann wähle eines mit Vernietung. Der Preis ist zwar höher, aber du brauchst keine Auflösungserscheinungen zu befürchten.

Frage an dich:
Nicht jeder Kämpfende trug ein Kettenhemd. Für meine Eyya wird es dazugehören, ABER es ist nicht verpflichtend. Könntest du dir vorstellen, ein solches zu tragen?

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Fighting personages wore not only weapons but also protective materials such as shields or chain mail. They wore what they wore often tied to their financial means, but according to historical aspects, chainmail was quite common.

My husband in the photo is wearing our latest acquisition – chainmail. It has about 20 kg and is riveted. The letter carrier was sorry to bring it to us at that weight.
I got the same model in the meantime but shortened it at the arms and up to the knees, which results in a weight reduction of about 4 kg.

All the fun said to me yesterday, to carry it halfway well, it needs muscle building training, especially in the back and shoulders. But there is still some time until summer 🙂

I like to build many things myself to act historically correct (materials, working method, …) BUT I do not have a forge, and to knit chainmail, it takes much more than I can do. Sometimes it makes sense to invest some money, which we did here.

Little tip:
If you want good chainmail that won’t disintegrate within a short time, choose one with riveting. The price is higher, but you don’t have to worry about it spoiling.

Question for you:
Not every fighter wore chainmail. For my Eyya it will be part of it, BUT it is not obligatory. Could you imagine wearing one?

Woher kommen unsere Begriffe? – Where do our terms come from?

Nach langen 6 Jahren schaffte es die Serie „Vikings“ zu einem Ende zu kommen. Abgesehen von Eyya war sie der Anlass, mich mit Isländisch und generell mit dem Wikingerthema zu befassen.
Allzu viel Anspruch an historische Korrektheit stellte sie nie, sorgte aber mit ihrer Erzählweise und den guten Schauspielern für Mitfiebern und Begeisterung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass beispielsweise die zeitlichen Daten nur bedingt übereinstimmen, wenngleich sie den historischen Charakteren durchaus Leben einzuhauchen vermochte.

Wer wusste vorher schon, wer beispielsweise Ragnar Lothbrok oder Harald Schönhaar war? „Vikings“ holte historische Persönlichkeiten ins Rampenlicht und gab ihnen etwas Besonderes mit auf dem Weg.

Meine Entscheidung für mich lautet, mich möglichst nahe dem Original zu halten. Wie du es für dich entscheidest, das wirst du wissen, wenn du dich mit der Materie auseinandersetzen solltest. 🙂

Hast du dir je Gedanken darüber gemacht, wie weit unsere „modernen“ Begriffe vielleicht aus jenen Tagen stammen könnten? Ein Beispiel ist meinem Gatten aufgefallen, das dich vielleicht interessieren könnte. Du kennst mit Sicherheit das Wort „Sheriff“, höchstwahrscheinlich in Zusammenhang mit dem Wilden Westen, oder generell den USA – vielleicht auch aus der Geschichte von Robin Hood (Sheriff von Nottingham). Woher stammt es ursprünglich?

Shire-Reeve, auch sċīrġerēfa, entstammt dem Altenglischen und heißt so viel wie „Landvogt“. Shire findest du heute noch in verschiedenen Landstrichen wie Hampshire oder Yorkshire. Reeve kennst du vielleicht als Familiennamen verschiedener Schauspieler. Im angelsächsischen England war Reeve ein hoher Beamter mit lokalen Verantwortlichkeiten. Kurz und gut war ein Sheriff – oder Shire-Reeve – also eine Art Verwalter eines bestimmten Landstriches.

Hach, darum liebe ich die Geschichte, weil sie solche Dinge zu erklären vermag. 🙂

Wie geht es dir in der Hinsicht, bist du auch an solchen „Kleinigkeiten“ interessiert?

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After a long six years, the series „Vikings“ managed to come to an end. Apart from Eyya, it was why I got involved with Icelandic and the Viking theme in general.
It never made too many demands on historical correctness, but its storytelling and the good actors provided for excitement and enthusiasm. Therefore, it’s not surprising that, for example, the chronological dates only match to a limited extent, although she certainly managed to breathe life into the historical characters.

Who knew beforehand who Ragnar Lothbrok or Harald Schönhaar was, for example? „Vikings“ brought historical figures into the spotlight and gave them something special along the way.

My decision for myself is to keep as close to the original as possible. How you decide it for yourself, you’ll know when you get around to it. 🙂

Have you ever thought about how far our „modern“ terms might have come from those days? One example caught my hubby’s eye that might interest you. You certainly know the word „sheriff“, most likely connected with the Wild West, or the USA in general – perhaps from the story of Robin Hood (Sheriff of Nottingham). Where does it originally come from?

Shire-Reeve, also sċīrġerēfa, comes from Old English and means something like „reeve.“ You can still find Shire in different parts of the country like Hampshire or Yorkshire. You may know Reeve as the family name of various actors. In Anglo-Saxon England, Reeve was a high official with local responsibilities. In short, a sheriff – or shire reeve – was a sort of steward of a particular area of land.

Hach, that’s why I love history, because it can explain such things. 🙂

How are you in that respect? Are you also interested in such „little things“?

Welche Wolle nutzt du? – Which wool do you use?

Gerade bei der Farbwahl von Bändern ist es im Zusammenhang mit dem historischen Thema nicht immer einfach.
Wikinger mochten farbenfrohe Kleidung und Materialien – wie wir heute auch. Sie nutzten zum Färben jedoch damals greifbare Farben. Soweit bin ich noch nicht – aber wer weiß 🙂

In den ersten Experimentiertagen organisierte ich mir etliche Farben, die miteinander gut harmonieren und mit denen ich auch arbeiten kann, wenn die Geschäfte einmal zu sind. Das Ergebnis siehst du im Foto oben.

Nach einigen Versuchen mit Wolle und Garnen beriet mich dann eine Wollhändlerin und empfahl mir Merinowolle, mit der sich tatsächlich schöne Ergebnisse erzielen lassen. Schafe gab es damals auch schon – nur ob es Merinoschafe waren, das ist noch fraglich.

Für die Verarbeitung beim Brettchenweben kann ich dir Merinowolle also ruhigen Gewissens empfehlen, da die Ergebnisse für sich sprechen. Die Bänder halten viel aus, sehen hübsch aus und tragen nicht zu sehr auf, alles in allem also eine wunderbare Sache.

Es ist für das Thema Reenactment unerlässlich, das damals entsprechende Material zu verwenden – je nachdem, wie sehr du in die Tiefe eintauchen möchtest 😉
Deshalb werden beispielsweise Leder und Wolle durchaus ein Thema sein und bleiben.

In vielen Reenactmentseiten und -berichten wird dieser Aspekt betont und das ist auch wichtig so. Allerdings haben wir hier auch Verantwortung zu übernehmen (auch, wenn das manch einer vielleicht nicht lesen mag).
Viele von uns leben mit Tieren zusammen, sind Vegetarier oder vielleicht Veganer, oft ist hier das Tierwohl nur bedingt mit dem Historischen kompatibel – darum gibt es auf diesem Blog auch den Bereich „Tierwohl“, um zu zeigen, wie sich diese Aspekte durchaus kombinieren lassen ohne die eigenen Ideale zu verletzen.

Nutzt du Merinowolle, dann empfehle ich dir auf das Siegel „No Mulesing – Sheep friendly“ zu achten. Mulesing bzw. Mulesierung ist eine schmerzhafte Prozedur für die Schafe, wenn dich das Thema interessiert, dann findest du genug Informationen im Internet darüber.

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Especially when it comes to the color selection of ribbons, it is not always easy in connection with the historical theme.
Vikings liked colorful clothes and materials – just like we do today. However, they used tangible colors for dyeing back then. I am not that far yet – but who knows 🙂

In the first days of experimentation, I organized several colors that harmonize well with each other and work with when the stores are closed. You can see the result in the photo above.

After a few experiments with wool and yarns, a wool merchant advised me and recommended me merino wool to achieve beautiful results. There were already sheep at that time – only whether they were merino sheep is still questionable.

So I can recommend merino wool for use in board weaving with a clear conscience because the results speak for themselves. The ribbons are very durable, look nice and don’t wear out too much, all in all, a wonderful thing.

The topic of reenactment needs to use the appropriate material at the time – depending on how much you want to dive into the depths 😉
That’s why leather and wool, for example, will be and remain a theme.

In many reenactment pages and reports, this aspect is emphasized, and this is also important. However, we have to take responsibility (even if some people might not like to read it).
Many of us live together with animals, are vegetarians, or maybe vegans. Often the animal welfare here is only partly compatible with the historical – that’s why there is also the section „animal welfare“ on this blog to show how these aspects can be combined without violating our ideals.

If you use merino wool, I recommend looking for the seal „No Mulesing – Sheep friendly“. Mulesing is a painful procedure for the sheep. If you are interested in the subject, you will find enough information about it on the internet.

Alles gute zum Geburtstag, Mama! – Happy Birthday, Mom!

Die schönsten Geschenke sind für Eltern und Großeltern oft die besonderen Dinge, die vielfach nicht gekauft werden können.

Meine Mutter hat im Januar Geburtstag und wird von mir dieses Kleid bekommen. Dazu gehören das naturfarbene Unterkleid, das rote Oberkleid, die Kappe und der Gürtel, wie du sie auf den Fotos sehen kannst. Sie ist etwas schlanker, als ich es bin, deswegen wirkt das Unterkleid bei mir auch ein wenig enger, als es eigentlich ist.

Das Oberkleid ist mit der Maschine genäht, das Unterkleid authentischer mit der Hand, gleiches gilt auch für die Kappe.

Die Materialien sind Leinen und Merinowolle für die Bänder und Lodenstoff für die Kappe.

Kleiner Tipp:
Wenn du nicht so sattelfest bei den handwerklichen Dingen bist und du trotzdem etwas Persönliches schenken möchtest, dann nimm ruhig auch Hilfe und Unterstützung in Anspruch. Du lernst dabei für die Zukunft 🙂

Frage an dich:
Was schenkst du deinen Lieben, wenn du etwas schenkst?

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The most beautiful gifts for parents and grandparents are often special things that frequently cannot be bought.

My mother has her birthday in January and will get this dress from me. It includes the natural colored underdress, the red dress, the cap, and the belt, as you can see in the photos. She is a bit slimmer than I am, so the underdress looks a bit tighter than it is.

The upper dress is sewn with the machine, the undergarment more authentic with the hand, the same goes for the cap.

The materials are linen and merino wool for the ribbons and loden for the cap.

A little tip:
If you are not so sure about the craftsmanship and still want to give something personal, please ask for help and support. You will learn for the future 🙂

A question to you:
What do you give to your loved ones when you give a gift?

Welchen „Schmuck“ trugen die Wikinger? – What „jewelry“ did the Vikings wear?

Zu den wichtigsten „Schmuckstücken“ der Wikinger gehörten zweifelsohne die Fibeln. Diese kleine Auswahl auf dem Foto sind jene, die mir mein Mann organisiert hat und die sich für die unterschiedlichsten Zwecke einsetzen lassen 🙂
Mit ihnen lassen sich Kleider ebenso verschließen wie beispielsweise Bänder fixieren oder du kannst sie schlichtweg einfach als Zierde tragen. Alles ist erlaubt 🙂

Kleiner Tipp:
Wenn du Schmuck wählst, überleg dir, ob du nicht in einer „Richtung“ bleiben willst. Bei meinen Sachen sind viele Schmuckstücke in Bronze. Damit kannst du leicht signalisieren, welchen „Rang“ du „bekleiden“ willst und welche Epoche du darstellen möchtest.
Ob Bronze, Silber oder anderes Material – wähle die Farbe nach dem, was du darstellen willst. Ein Bauer wird wohl kaum in den Genuss einer Silberfibel kommen, die vielleicht noch dazu mit Edelsteinen besetzt ist – umgekehrt kann ein Jarl beispielsweise sehr wohl eine einfache Fibel tragen, weil er sie vielleicht bereits als Jugendlicher erhalten hatte und damals noch eine einfache Person war.

Frage an dich:
Die Wikingerkultur war relativ einfach in ihrer „Rangfolge“ – würdest du eher ein hochrangige Person darstellen oder jemanden, der weiter unten steht und warum?

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Without a doubt, the most essential „jewels“ of the Vikings were the fibulae. This small selection of the photo are those which my husband organized for me and which can be used for the most different purposes 🙂
They can be used to close clothes and fix ribbons, or you can wear them as decoration. Everything is allowed 🙂

Little tip:
When you choose jewelry, consider whether you want to stay in one „direction“. Many of my pieces of jewelry are in bronze. This way, you can quickly signal which „rank“ you want to „dress“ and which epoch you want to represent.
Whether bronze, silver, or other material – choose the color according to what you want to represent. A peasant will hardly ever be able to wear a silver brooch, which is perhaps even set with precious stones – conversely, a jarl, for example, can very well wear a simple brooch because he may have received it as a youth and was still a simple person at the time.

Question to you:
The Viking culture was relatively simple in its „ranking“ – would you rather represent a high-ranking person or someone further down the line and why?